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Photoshop 7.0
Colorations-Tutorial

Dieses Tutorials funktioniert theoretisch auch für andere Photoshop-Typen (zb 6.0)
Das benutzte Grafikprogramm ist auf englisch.


 

 

1. Einscannen des Bildes und Vorbereitung

Wenn euer Scanner das erlaubt, dann stellt folgendes ein:

  • DPI 200 oder höher
  • Helligkeit so runterschrauben, dass die Konturen letztendlich dunkler werden, sich aber die Helligkeit des Blattes nicht verändert (ist Scanner-abhängig)

Dann dürfte die Qualität in etwa dem Bild rechts entsprechen.
Öffnet das Bild nun in Photoshop.

Aktiviert nun, falls noch nicht aktiviert, das "Layer-Fenster" (Ebenen-Fenster) über
Window > Layers

In genau diesem Fenster geht auf die Layer-Adjustments (unten rot markiert)

und dann auf "Curves". Dort geht ihr auf den Button "Auto". Die Outlines werden nun automatisch schwarz gefärbt. Klickt auf OK.

Klickt nun ein mal auf den Layer über dem Layer "Background" und drückt
Strg+E
Damit werden die Layer miteinander verschmolzen.

Macht nun einen Doppelklick auf den Namen "Background", jetzt ändere den Namen um, am besten im "KONTUREN". (sehr wichtig)

Stellt nun die Layer-Eigenschaften auf "Multiply" um. (findet sich im Layer-Fenster, da wo im Moment "Normal" steht)

 

 

2. Flächen einfärben

Erstellt einen neuen Layer über den unten markierten Button (auch im Layer-Fenster unten)

Mit einem festgehaltenen Linksklick schiebt ihr nun diesen Layer unter den Layer "KONTUREN"

Macht wieder einen Doppelklick auf den Namen des neuen Layers und nennt ihn um; jeweils der Fläche entsprechend, die ihr colorieren wollt. (zb "Haare Gold")
Macht das für jede verschiedenfarbige Fläche. Ordnet sie danach so an, dass die optisch oberste Fläche (die die am weitesten im Vordergrund liegt) auch an oberster Stelle liegt.

WICHTIG
Der Layer "KONTUREN" muss immer an oberster Stelle liegen
. (es sei denn Licht wird noch eingefügt)

Nehmt euch nun das Pinsel-Werkzeug (Tastendruck/ShortCut "B")

Ganz oben dürfte sich nun irgendwo das Wort "Brush:" befinden. Gleich daneben eine runde Form mit einer Zahl darunter. Klickt dort hinein; hier könnt/müsst ihr euch eine neue Pinselform wählen.

Ich verwende immer die Ansicht "Small Thumbnail"; eignet sich sehr gut. Geht dazu auf den Schalter  und wählt es aus.
Die oberste Reihe sind komplett Pinselformen ohne weiche Kante. Wählt euch einen davon aus, egal welchen. Etwas darüber gebt ihr dann eine neue Pinselgröße an (zb 50px). Es macht gar nichts wenn es etwas größer ist.

Links unten in der Werkzeugleiste findet ihr 2 farbige Vierecke; klickt ins Linke hinein und wählt die Farbe die ihr haben wollt.

Am besten ihr arbeitet euch von "unten nach oben" durch; das heisst; nehmt euch den untersten Layer, also der der am weitesten im Hintergrund liegt, und fangt damit an. Meisstens ist das der Layer "Haut".
(auch in diesem Beispiel)

TIPP
Wenn ihr keine vernünftige Hautfarbe findet, öffnet euch ein Bild mit einer guten Hautfarbe. Mit der Kombination Pinsel+Alt lässt sich die Farbe in das linke Kästchen kopieren (geht auch mit Fülleimer+Alt; aber wir benutzen hier dieses Werkzeug nicht)

Färbt nun die demensprechende Fläche mit eurem Pinsel (achtet darauf auf dem richtigen Layer zu liegen). Am besten zuerst die Ränder einfärben, da wo sich später keine Farb-Fläche befindet. Danach kann man immernoch den inneren Raum füllen.

Dabei macht es rein gar nichts wenn andere Farbflächen überdeckt werden; diese werden später sowieso von den anderen Farben überdeckt. (siehe Bild am Anfang des Kapitels)

Wenn ihr aber doch was wegradieren müsst, dann benutzt den Radierer (ShortCut "E") Gleich neben dem Pinsel, ist das euer wichtigstes Werkzeug beim einfärben, diese müsst ihr häufig im Wechsel verwenden; also:

  • B > Pinsel
  • E > Radierer

Shortcuts sparen eine ganze Menge Zeit ;)

So färbt ihr nun alles ein, bis alle Flächen gefüllt sind; doch schaut euch vorher das Kapitel 2.1 an.

 

 

 

2.1 Vorgehen/Tipp beim Einfärben

Wenn ihr nicht sicher seid ob ihr auch wirklich alle Konturen bis zum Rand getroffen habt, oder ob ihr alle Flächen gefüllt habt (auch weisse Flächen müssen mit Weiss gefüllt werden), dann gibt es da eine ganz einfache Möglichkeit das herauszufinden: Falschfarben!

Gerade recht dunkle Farben oder recht helle Farben kann man nur schlecht einschätzen. Deshalb verwende ich fast immer vollkommen andere Farben, die man auch gut erkennt (siehe rechts), undzwar schon von Anfang an.

Habt ihr nun alle Flächen so coloriert, dann brauchen wir natürlich auch irgendwann die echten Farben.

Dazu klickt ihr auf einen beliebigen Layer und geht dann auf den Button gleich neben "Lock:"

(befindet sich im Layer/Ebenen-Fenster)
Das macht ihr bei JEDEM Layer, auch auf dem sich keine Falschfarben befinden.
Durch diese Button kann man nun nicht mehr in die Gebiete zeichnen, die neben der Farbfläche liegen.

Auf jeden Layer auf dem sich Falschfarben befinden, könnt ihr nun einfach mit der richtigen Farbe rübergehen.

Lasst zum Schluss den Button den ihr betätigt habt aktiv, denn den benötigen wir nun zum Schattieren.

(Wie ihr vielleicht seht habe ich aus dem Bild noch diverse Hilfslinien entfernt, benutzt dazu unbedingt einen weißen Stift; der Radierer kann später Farben kaputt machen; da die "Multiply"-Funktion aktiv ist)

 

 


3. Schattierung

Was wäre ein Bild ohne Schatten? Nichts! Richtig ;)

Um wirklich effektiv zu arbeiten benötigt ihr folgenden wichtigen Shortcut, den wir sehr oft verwenden werden:

  • X > Farbentausch [Farbkasten 1&2)

!!!Sehr wichtig!!!
Benutzt nicht den Radierer für das Schattieren.

Nun gilt es die richtige Farbe zu finden; ok man könnte auch das "Burn Tool" verwenden und die Farbe kopieren, doch die herauskommenden Farben sind meisst nicht sehr schön. Deshalb nun folgender Tipp:

Tipp
Wenn ihr eine schöne Schattenfarbe finden wollt, dann nehmt euch den Pinsel und kopiert mit der Taste "Alt" diese Farbe. Drückt "X", damit werden nun links der Farbkasten 1 und 2 ausgetauscht. Kopiert nun wieder die Farbe, damit sich in beiden Kasten identische Farben befinden.
Klickt in den ersten Kasten; nun wird auf folgende Art und Weise eine gute Schattenfarbe gesucht:

Oben seht ihr eine Farbfläche. Für den richtigen Schatten; denkt ihr euch eine Linie, so wie oben eingezeichnet.

Geht nun folgendermaßen vor:

Bewegt den Kreis mit etwa 45° nach unten zur Linie hin (egal ob von links oder von rechts). Dabei nicht zu weit gehen; 2-3cm reichen vollkommen aus; kommt aber auch auf die Lichtverhältnisse an.
Bei Grautönen gilt dieses Verfahren übrigrens nicht.

Wenn ihr nun alles soweit habt, dann dürften die Farbkästen in etwa so aussehen (Beispiel für den Haut-Layer)

Das Schattieren ist relativ simpel; im nächsten Zwischenkapitel findet ihr heraus wie das nun geht (Kapitel 3.2)

Doch vorher müssen wir etwas noch sehr wichtiges tun. Wie ihr sicherlich wisst haben wir ganz am Anfang einen Pinsel mit sehr hartem Rand gewählt; den können wir jetzt auf keinen Fall verwenden.

Man kann die anderen weichen Pinsel verwenden, das ist kein Problem; doch für dieses Beispiel zeige ich euch, wie man sich einen eigenen Pinsel erstellt, mit 50%iger Härte. (außerdem ist in fast allen vorgegebenen Pinseln eine Einstellung drin, die Schatten nicht sehr schön machen)

 

 

3.1 Das Erstellen eines eigenen Pinsels

Wählt einen Pinsel der annähernd euren Vorstellungen entspricht. Geht dann ganz oben rechts in Photoshop auf die Registerkarte "Brushes". Sollte sich dort aber nichts befinden, geht über "Window > Brushes". Im linken Teil dürfte sich in etwa ein solches Menues befinden:



Hier kann man alle möglichen Einstellungen vornehmen, die ich selbst noch nie ausprobiert habe ^_^"

Geht auf das Wort "Brush Tip Shape". Das sind die gröbsten Einstellungen die man treffen kann. Hier könnt ihr euch auch einen Pinsel wählen der euren Vorstellungen entspricht. Stellt dort etwa folgendes ein:

  • Hardness : 50% - 70%
  • Spacing : 5% (unbedingt bei etwa dem Wert bleiben)
  • Diameter : Ganz nach eurem belieben (lässt sich später auch noch ändern)

Klickt danach auf keinen anderen Pinsel. Wir wollen diesen erstellten Pinsel erstmal abspeichern; für zb spätere Projekte. Oben rechts in dem Fenster dürftet ihr wieder  finden. Klickt dort drauf und geht auf "New Brush...". Gebt eurem Pinsel einen netten Namen, damit ihr ihn auch wiederfindet; dann auf OK. In eurer Pinsel-Form-Liste dürfte dieser sich nun ganz unten befinden. Auch wenn ihr PS schließt, bleibt der Pinsel gespeichert; ihr könnt ihn verwenden wie jede andere Pinselform.

Für das nun nächste Kapitel ( 3.2 ) wählt vorher euren neuen Pinsel.


 





 

3.2 Einsatz der Schatten

Mann kann nicht immer Schatten abgerundet zeichnen; sähe auch sehr seltsam aus; man muss sie also quassi abschneiden. Doch das machen wir nicht mit dem Radierer (davon hab ich sowieso beim Schattieren abgeraten), sondern mit den Farben die wir oben schon vorbereitet haben.

Geht auf den demensprechenden Layer [ hoffentlich ist der Button neben "Lock:" noch aktiv ;) ] und zieht mit Sorgfalt den Schatten, dort wo er liegen soll. (Bild1)

Wenn nun etwas abgeschnitten werden soll, benutzt den ShortCut X, damit die Ursprungsfarbe, also die Farbe im anderen Kasten, aktiviert wird. Geht nun über euren Schatten, dieser wurde nun quassi abgeschnitten (Bild2).

Auf diese Art und Weise lassen sich sehr schöne Schatten erstellen, bzw auch schöne Muster (Bild3).

Bedenkt immer dabei woher eure Lichtquelle kommt, bzw mehrere Lichtquellen.

Normalerweise werden Schatten auch noch selbst dunkler, wenn sich Schatten überschneiden, oder an einer sehr dunklen Stelle liegen. Die Schattenüberschneidung beachte ich selbst nie, gefällt mit halt nicht.

Aber für die extra dunklen Stellen benutze ich einen sehr weichen Pinsel, gehe dabei genauso vor; wie bei der Schattenfarben-wahl.

TIPP
Es kann auch nichts Schaden das Augenweiss ganz leicht zu schattieren.

 

 

 





4. Licht einfügen

Das Einfügen des Lichtes ist im Prinzip nichts weiter als eine umgekehrte Möglichkeit zu schattieren. Trotzdem sollte man dabei etwas grundlegend anders machen:

Da die Flächen bereits sehr farbenfroh sind und man die sich nicht kaputt machen will, geht auf den Layer, auf dem Licht eingefügt werden soll. Erstellt nun wieder einen neuen Layer (kann namenlos bleiben)

Wechselt auf diesen Layer. Haltet nun "Strg" gedrückt und klickt 1 mal auf den darunterliegenden Layer. Der Layer ist nun markiert.
Dadurch kann nun Licht eingefügt werden, ohne, dass der "echte" Layer Schaden nehmen kann. (wenn man will kann man das auch mit dem Schatten machen, ergibt aber wenig Sinn)

Jetzt muss natürlich wieder eine demensprechende Farbe gewählt werden.

Kopiert euch wieder mit dem Pinsel+Alt die hellste Farbe auf dem zu erhellenden Layer und klickt nun in den linken Farbkasten.
Zieht den Kreis direkt ins Weiß; doch ein direkt weißes Licht wirkt nicht gut.
Deshalb; zieht den kleinen netten Kreis etwas nach rechts unten; nicht mal um 1cm. (besonders bei Haut ist das wichtig) Damit habt ihr nun eure Lichtfarbe für den demensprechenden Layer.

Wählt einen sehr weichen Pinsel und geht genauso vor wie beim Schattieren; nur dass ihr diese Shortcuts verwendet:

  • B > Pinsel
  • E > Radierer

Achtet darauf, dass der Radierer die selbe Pinselform erhält wie der Pinsel !!! (obwohl sich auch interessante Effekte entwickeln können, mit einem etwas härteren Radierer)

Licht muss nicht Detail-genau gesetzt werden; Licht hat seinen eigenen Willen ;)
Achtet trotzdem auf die Lichtquelle/n.

Wenn ihr mit dem Ergebniss zufrieden seid, dann geht auf euren Layer, auf dem ihr das Licht gesetzt habt, und drückt "Strg+E". Damit wird dieser Layer mit dem darunterliegenden verschmolzen.

Für alle anderen Layer wird genauso vorgegangen. Wer nicht ganz mitgekommen ist, hier nochmal eine kurze Liste der Reihenfolge:

 

  1. Layer über zu erhellenden Layer erstellen
  2. Auf den neuen Layer wechseln
  3. Hellste Farbe kopieren (Pinsel+Alt)
  4. Daraus weiss machen und nach etwas rechts unten gehen
  5. Licht einfügen mit Pinsel [B] und Radierer  [E]
  6. Layer verschmelzen [Strg+E]

Wenn ihr nicht ganz sicher seid, dann lasst alle Layer so wie sie sind und verschmelzt sie erst ganz zum Schluss.

 

Wenn ihr Lichtreflektionen erstellen wollt (siehe die Gürtelschnalle am Hals), dann muss lediglich ein Layer erstellt werden, der sogar noch über dem Layer "KONTUREN" liegt.

Mit einem sehr weichen Stift (Hardness 0%) wird dann ein vereinzelter weißer Punkt gesetzt. Um die Illusion perfekt zu machen setzt ganz dicht daneben einen weiteren Lichtpunkt, der aber etwas kleiner ist.

 

 

 

5. Die letzten Feinheiten

Damit wäre das Bild fast fertig. Doch häufig ist es der Fall, dass man beim Flächenfüllen nicht alle Pixel erwischt hat. Diese lassen sich natürlich auch noch entfernen.

Zuerst müssen wir das Augenweiss schützen (es sei denn ihr habt dazu bereits ganz am Anfang einen Layer angelegt)

Erstellt also einen neuen Layer und schiebt ihn ganz nach unten.

Geht einfach mit einem weißen Pinsel (Hardness 100%) drüber, achtet darauf, dass ihr wirklich nur die Augen erwischt.

Als nächstes erstellt wieder einen neuen Layer und schiebt auch diesen ganz nach unten.
Nehmt euch einen schwarzen Stift (Hardness 100%) und geht innerhalb der Figur über alle Konturen.


Wer jetzt noch einen Hintergrund einfügen möchte, der erstellt einfach wieder einen neuen Layer und schiebt diesen ebenfalls ganz nach unten. Auf dem könnt ihr nun machen was ihr wollt. (unter dem Menuepunkt "Filter"; oben im Menue, lässt sich einiges anstellen.)

Wenn ihr aber schon einen Hintergrund dafür habt, öffnet euren Hintergrund und haltet mit der linken Taste den Layer gedrückt und schiebt ihn einfach in euer coloriertes Bild. Zum Schluss nur noch ganz nach unten verlegen.

So, damit wäre das Bild fertig!
Nun muss nur noch ein Schritt gemacht werden.

Menuepunkt:
Layer > Flatten Image

Damit sind nun alle Layer miteinander verschmolzen.

Wenn ihr die Größe des Bildes noch verändern wollt; dann geht über
Image > Image Size...

 

Das wärs, hoffentlich habe ich euch damit helfen können ;)
Wer das Bild in Originalgröße sehen will, kann das hier tun:

Yu-Gi-Oh!

Achtung, häufig wurde übermalt, da es kein ernsthaftes Bild ist, sondern lediglich für dieses Tutorial gemacht wurde und verkleinert die Fehler sowieso fast nicht zu sehen sind; wenn nicht, hätte ich sie entfernt ;-)

 

 

 




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